Wann geht es endlich los mit dem Bau des Gemeindehauses?

… werden wir oft gefragt. Und auch, warum das alte Gemeindehaus mit dem Kindergarten denn so früh abgerissen wurde. Nun liege die Fläche schon so lange brach. Da hätte man doch gut noch das alte Haus länger nutzen können.

In der Gemeindeversammlung vom 27.10.2019 haben wir zu beiden Fragen Auskunft gegeben:

  1. Zum einen mussten wir mit dem Kindergarten aus dem Gebäude ausziehen, da der Kindergarten in diesem Gebäude keine längere Betriebserlaubnis bekommen hätte wegen Sicherheits- und Feuerschutzbedingungen.
    Weiterhin musste der Kindergarten mitsamt dem Gemeindehaus deutlich vor dem Baubeginn eines neuen Kindergartens abgerissen werden. Denn die Kommune wollte das Gelände, auf dem das Haus stand, erwerben und dafür Zuschüsse aus dem Landessanierungsprogramm beantragen. Dieses Sanierungsprogramm des Landes Baden-Württemberg knüpft aber die Zusage von Finanzmitteln an die Bedingung, dass das zu erwerbende Gelände unbebaut ist. Da das Programm zeitlich befristet war, konnte nicht länger gewartet werden.
    Hinzu kommt, dass die Kommune nach dem Bauantrag sehr lange auf die Baugenehmigung des Landratsamtes warten musste.
  2. Auch der Bau des Gemeindehauses kann nicht so schnell in Angriff genommen werden, wie wir alle uns das wünschen. Seit Sommer 2019 liegt die detaillierte Kostenaufstellung für das Gebäude vor. Das Architekturbüro VONM kam auf voraussichtliche Baukosten von 1,6 Millionen Euro. Die Landeskirche unterzog die Aufstellung einem „Stresstest“ um die Finanzierbarkeit zu prüfen. Dies hat ungefähr 3 Monate in Anspruch genommen und ergeben, dass die Kirchengemeinde sich ein Haus in dieser Größenordnung nicht leisten kann. Die absolute Obergrenze ist 1,5 Millionen Euro. Es müssen Einsparungen vorgenommen werden. Diese sind bereits nach einem Gespräch mit den Architekten in Arbeit.

Wie alle Gemeindeglieder hat auch der Kirchengemeinderat ein hohes Interesse daran, dass unsere Gemeinde bald wieder ein Zuhause hat. Aber der Weg bis dahin erfordert viele sorgfältige Abwägungen, die Zeit brauchen. Es soll ja am Ende ein schönes, funktionales, aber auch finanzierbares Gemeindehaus in der Großsachsener Straße stehen. Da das in Holzbauweise geplante Gebäude in Elementen modular vorgefertigt wird, dauert die Planungsphase hier länger als bei einem Massivbau und somit auch länger, bis etwas zu sehen ist. Alles muss vorher en detail geplant sein, weil sich nachträglich nichts mehr verändern lässt. Dafür wird der eigentliche Bau schnell gehen!

Wir bitte um Ihr Verständnis und vor allem um Ihr Vertrauen!

Pfarrerin Dr. Tanja Schmidt und Uli Schulz, 1. Vorsitzender des Kirchengemeinderats