Gründonnerstag

„Der Gründonnerstag“

Gründonnerstagtisch in unserer Kirche

Der Gründonnerstag ist der Tag, an dem Jesus mit seinen Jüngern das letzte Mahl teilte. Es war die feierliche Mahlzeit am Vorabend des jüdischen Passafestes, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Sklaverei durch Gott erinnert. Jesus gab dieser Erinnerung eine überraschende neue Dimension, indem er seine Lebenshingabe in den Horizont des göttlichen Befreiungswerkes stellte und seinen Jüngern den Auftrag gab, dieses Mahl immer wieder zu seinem Gedächtnis zu feiern.

Der Gottesdienst am Gründonnerstag wurde als Gedenktag der Gegenwart Jesu Christi und der Gemeinschaft mit ihm in der Feier des Abendmahls ursprünglich als Freudenfest gefeiert: als Vorgeschmack auf das ewige Leben in ungebrochener Gemeinschaft mit ihm. In der evangelischen Kirche ist dieser Freudencharakter des Abendmahls im Laufe der Jahrhunderte verdrängt worden vom Ernst des Gedenkens an die Lebenshingabe und den Tod Jesu. Dieser Ernst prägte selbst den Gründonnerstag, obwohl dort zum einzigen Mal in der Passionszeit die Jubelrufe „Gloria“ und „Halleluja“ gesungen werden und die weißen Paramente von der Freude künden.

Bei uns, wie in vielen evangelischen Gemeinden, wird normalerweise am Abend des Gründonnerstags ein Abendmahlsgottesdienst in besonderer Form gefeiert, der an die Tischgemeinschaft Jesu erinnert. Das können wir in diesen besonderen Zeiten leider nicht tun.

Aber in unserer Kirche ist der Tisch dafür symbolisch gedeckt, und es liegt ein kleine „Anleitung“ aus, um das Tischabendmahl zu Hause feiern zu können #stayathome“

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