Geistliches Wort zur Karwoche

Liebe Schwestern und Brüder,
es sind schwierige Zeiten für uns alle. Und es tut weh, dass wir noch nicht einmal in Gottesdiensten, im gemeinsamen Singen und Beten Trost suchen dürfen. Das schmerzt ganz besonders in der Karwoche.

Vielleicht erreicht uns die Botschaft dieser Woche aber auch in einer ganz anderen Tiefe als sonst. Wir Christen gehen in dieser Zeit den Weg Jesu nach. Dieser Weg führt ihn durch Einsamkeit und Verzweiflung, durch Dunkelheit und Angst. Jesus weiß, wie es ist, einsam und traurig zu sein. Gott zeigt uns damit, dass er unsere Angst und Sorgen kennt. Wir sind ihm nicht egal. Er geht jeden Weg mit uns mit. Mit ihm an unserer Seite werden wir diese Zeit bewältigen – auch wenn wir Geduld haben müssen und das Ende noch nicht absehbar ist. Der Trost, den er uns schenken will, ist aber nur ein Gebet weit entfernt.

Am Palmsonntag spielt Frieder Schütze vom Turm den Choral „Harre meine Seele“. An Karfreitag: Befiehl du deine Wege. Mit diesen Liedern können wir uns Gottvertrauen ins Herz singen.

Es grüßt Sie herzlich
Ihre Pfarrerin Tanja Schmidt