Ausflug des Evangelischen Kirchenchors Leutershausen in die Pfalz.

Pünktlich um 8.00 Uhr am Samstag, 10.September, fuhr der Bus mit seinen Reisenden los. Die Obfrau des Kirchenchors Christa Glatzel begrüßte die Sängerinnen und Sänger, die Mitglieder des Fördervereins sowie Freunde des Chors und wünschte allen eine gute, schöne und erlebnisreiche Fahrt. Organisator der Reise Ernst Bock und Chorleiter Ottmar Öhring schlossen sich den guten Wünschen an. Da eine Sängerin an diesem Tag Geburtstag hatte, gratulierten ihr alle Fahrgäste mit dem Kanon: „Ein kleiner Blumenstrauß mit Tönen soll dir den heut’gen Tag verschönen…“ Der Busfahrer bzw. der Chef des Unternehmens begrüßte ebenfalls alle und erläuterte kurz die Reiseroute bis zum ersten Halt. Wir fuhren über die Autobahn Richtung Schwetzingen, Speyer, vorbei an Anweiler mit der Burg Trifels, teils durch das Dahner Felsenland mit den bizarren Felsen aus Buntsandstein zu unserer ersten Rast, dem Deutschen Schuhmuseum in Hauenstein. Dort auf dem Parkplatz gab es erstmal ein „Brezelfrühstück“, dann folgte eine Führung in zwei Gruppen durch das Museum. An der Stelle einer alten Schuhfabrik verbirgt sich die eindrucksvolle und historische Entwicklung  der Schuhkultur. Eine alte Schuhmacherwerkstatt, wuchtige  und beeindruckende Maschinen  der 20er und 30er Jahre, Stanzen, Stepp- und Nähmaschinen und die gesamten Vorgänge der Schuhproduktion waren zu bewundern. Auch das soziale Leben der Menschen  in den verschiedenen Zeitabschnitten war zu besichtigen. Da gab es u.a. einen „Tante Emma-Laden“ und   verschiedene Wohnungseinrichtungen. Eine weitere Attraktion war die faszinierende Ernst-Tillmann-Sammlung. Sie ist die größte europäische private Schuhsammlung und umfasst einen Teil der weit über 5.000 Schuhe aus aller Welt und zwei Jahrtausenden. Auch das erste und einzige Sportmuseum, das sich der allgemeinen Entstehung und Entwicklung des  Turnens und Sports widmet.. Zu erwähnen sei noch, dass es 1960 noch 35 Schuhfabriken in Hauenstein gab, in denen nicht nur die Hauensteiner arbeiteten, sondern auch zahlreiche Einpendler aus den umliegenden Dörfern. Mitte der sechziger Jahre verschlechterte sich die Lage der Schuhindustrie, viele Fabriken mussten ihren Betrieb einstellen. Die beiden Museumsführer geleiteten uns mit viel Engagement und Wissen durch die Ausstellung.  In einem Gasthaus wurde anschließend das Mittagessen eingenommen. Dann ging die Fahrt weiter durch den schönen Pfälzer Wald  über das Johanniskreuz – einem bekannten Treffpunkt der Motorradfahrer- nach Kirchheimbolanden. Kirchheimbolanden liegt im Südosten von Rheinland-Pfalz und ist zugleich Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Kirchheimbolden sowie Kreisstadt des Donnerbergkreises. Die Stadtrechte wurden schon vor gut 600 Jahren verliehen. Bekannt ist die Stadt u.a. durch die „Mozartorgel“ in der Pauluskirche. Hier vor der Pauluskirche waren wir verabredet mit Christine Fleck, der Tochter von Margret und Ernst Bock, die uns ganz herzlich begrüßte. Einige der „Ausflügler“ machten mit ihr einen Rundgang durch die Altstadt mit der restaurierten Stadtmauer und Fachwerkhäusern.  Gemeinsam ging es dann in die Kirche, deren Bau und Geschichte  der Organist ausführlich erklärte. Eine Besonderheit ist, wie oben schon erwähnt, die „Mozartorgel“. Mozart war zwar nur einmal 1778 in „Kirchheim Poland“, aber er hat auf der mächtigen Orgel in der Paulskirche mehrere Konzerte gegeben und ihr sozusagen den Namen verliehen „Mozartorgel“. Der Organist spielte dann für uns auf der 250 Jahre alten Stumm-Orgel  einige Stücke,  u.a. auch von Mozart. Auch unser Chor sang zwei Lieder und gemeinsam wurde „Geh aus mein Herz und suche Freud“ angestimmt. Diese kleine Besinnung in der Kirche war sehr wohltuend.  Den Abschluss unseres Ausflugs machten wir bei Familie Fleck  im Garten. Bei Kaffee und Kuchen, Wurst, Brot und Getränken saß man gemütlich zusammen. Mit einem herzlichen Dankeschön und einem gesungenen Segensgruß verabschiedeten wir uns und fuhren Richtung Heimat, wo wir auch alle wohlbehalten ankamen. Es war wieder ein schöner harmonischer und gelungener Ausflug.

Obmann Dr. Fritz Reichel bedankte sich bei dem Ehepaar Bock für die Organisation dieses Ausflugs und auch bei allen, die für das leibliche Wohl beigetragen haben.

(Dieser Beitrag wird am Wednesday September 26th, 2018 gelöscht)